Die Fledermaus 2021

34. Produktion der Opernakademie Bad Orb

Liebe Freunde der Opernakademie Bad Orb,

seit nunmehr 33 Jahren leistet die Opernakademie einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Sängerinnen und Sänger. Leider wird dieses im Jahr 2020 nicht möglich sein.

Der Vorstand der „Freunde der Opernakademie Bad Orb e. V.“, der die Aufführungen durchführt und finanziert, sieht sich aufgrund des Infektionsschutzgesetzes gezwungen, die Inszenierung – in Absprache mit dem Kuratoriumsvorsitzenden – abzusagen. Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts Berlin breitet sich der Coronavirus bis Ende 2020 in Deutschland weiter aus. Die Konzerthalle hat eine Kapazität von knapp 900 Plätzen. Der Altersdurchschnitt der meisten Besucher liegt bei etwa 60+ Jahren. Deshalb werden die Aufführungen voraussichtlich behördlicherseits untersagt werden. Eine entsprechende Verfügung des Kreisausschusses des Main-Kinzig-Kreises gilt bereits bis zunächst 10. April 2020; diese wird nach derzeitigem Stand verlängert.

Die Vorbereitungen für die „Fledermaus“ laufen bereits auf Hochtouren; bisher haben wir schon eine erhebliche Summe in die Produktion investiert. Sollten wir mit den Proben beginnen und es zu keiner Aufführung kommen, müssen wir mit einem finanziellen Aufwand von mehr als 100 000 € rechnen, dem keine Einnahmen gegenüberstehen. Dies kann die Opernakademie finanziell nicht verkraften; und es würde das „AUS“ dieser seit 1987 bestehenden Institution bedeuten.

In Absprache mit der künstlerischen Leitung, die ebenfalls eine Menge Vorarbeit geleistet hat, wird die „Fledermaus“ am 19.08., 21.08. und 22.08.2021 aufgeführt.

Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Da wir allerdings noch viele weitere Jahre junge Sängerinnen und Sänger auf ihrem beruflichen Weg unterstützen wollen, bitten wir um Ihr Verständnis.

Der Kartenvorverkauf (ab 30.03.2020) findet folglich nicht statt.

Die Mitgliederversammlung holen wir nach, sobald eine Durchführung ohne gesundheitliches Risiko möglich ist.

Pressebericht
Die ``Fledermaus`` flattert erst 2021
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„Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“

Ein großes Fest, ein heimlicher Geliebter, ein Mann der eine Amtsperson beleidigt und acht Tage in den Arrest muss, eine rebellische Kammerzofe und ein sehr reicher Prinz – das ist der Stoff, aus dem die Operette „Die Fledermaus“ gemacht ist. Wer kennt sie nicht, die wunderbaren Melodien, wie das Uhren-Duett, den Csárdás, das Couplet des Prinzen Orlofsky, das Lied der Adele „Mein Herr Marquis“ und den Chor-Walzer „Brüderlein und Schwesterlein“ mit dem – „Dui Du“-Finale im zweiten Akt?

Die Geschichte der Fledermaus spielt in einem „Badeort vor den Toren der Stadt“.
Dr. Falke, der einst als Fledermaus verkleidet von Gabriel von Eisenstein zum Spott der Menschen betrunken im Park zurückgelassen wurde, inszeniert „einen kleinen dramatischen Scherz“ auf Kosten Eisensteins. Auf dem Fest des millionenschweren Prinzen Orlofsky („Meine Millionen sind mein Unglück!“) – tappt Eisenstein in so manche peinliche Falle.
Ein Abend voller komischer Verwechslungen, Intrigen, falscher Identitäten und am Ende kommt heraus: es war „die Rache der Fledermaus.“ „Champagner hat’s verschuldet.“

Die Fledermaus ist neben dem Zigeunerbaron und Eine Nacht in Venedig eine der drei berühmtesten Strauß-Operetten und zudem eine der wenigen Operetten, die regelmäßig auch an großen internationalen Opernhäusern gespielt werden. Der Grund hierfür ist vor allem die ausgesprochen feinsinnige, mitreißende und meisterhaft orchestrierte Komposition. Eine besondere Stellung nimmt die Ouvertüre ein, die zu den größten Schöpfungen von Johann Strauß zählt. Sie führt zahlreiche Motive der Fledermaus ein und bietet dem Hörer dadurch im Verlauf der Operette die Möglichkeit zu zahlreichen Momenten des Wiedererkennens.

Ein Stück wie gemacht für junge Sängerinnen und Sänger, um sich mit Spielfreude und Elan ins Zeug zu werfen. Zum bereits 34. Mal erweckt die Opernakademie Bühne und Orchestergraben der Konzerthalle zu neuem Leben und fördert so junge Talente. Die Opernakademie Bad Orb hat es sich seit 1987 zur Aufgabe gemacht, jungen Sängerinnen und Sängern den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, sie mit dem ganzen Ausmaß und den Anforderungen einer Opernproduktion vertraut zu machen und ihnen das Rüstzeug zu vermitteln, um im Theateralltag ihren Platz zu finden.

Gesamtleiter und musikalischer Leiter ist Michael Millard; Regie führt Hersilie Ewald. Der Chor der Opernakademie setzt sich aus Sängerinnen und Sängern aus der Region zusammen und wird von Wolfgang Runkel geleitet.

Träger und Veranstalter ist seit 2001 der Verein „Freunde der Opernakademie Bad Orb e. V.“, der die Produktionen finanziert und ehrenamtliche Helfer koordiniert.