Runkel, Wolfgang
Stimmlage
Rolle
Chorleitung
Vita

Wolfgang Runkel (geb. 1981) ist hauptamtlicher Kirchenmusiker in Frankfurt am Main und seit 2016 Chordirektor der Internationalen Opernakademie Bad Orb. Nach ersten Klavier- und Orgelunterricht in seiner Heimatstadt Gelnhausen studierte er an der HfMDK Frankfurt Schulmusik, Klavier und Evangelische Kirchenmusik. Neben seiner langjährigen musikalischen Leitung der tourfähigen Kinderopern der Oper Frankfurt führten ihn Engagements als Organist, Pianist, musikalischer Assistent und Dirigent u.a. an die städtischen Bühnen Frankfurt in den Sparten Oper und Schauspiel, zu den Salzburger Festspielen, zu den Weilburger Schlosskonzerten, zum Rheingau-Musik-Festival, in die Alte Oper Frankfurt sowie in den Sendesaal des Hessischen Rundfunks.

In Chorleitung ausgebildet von Winfried Toll, hat er sich durch die Arbeit als musikalischer Assistent und Dirigent mit Chören wie dem Chor der Stadt Wiesbaden, der Frankfurter Singakademie, der Kantorei Wetzlar und der Frankfurter Kantorei ein umfangreiches Repertoire und chorpädagogisches Handwerk erarbeitet und wurde wiederholt für die Einstudierung großer Chorwerke wie Bachs Motetten und der „h-Moll-Messe“, den Passionen von Bach und Schütz, Händels „Messias“, Haydns „Schöpfung“, Mendelssohns „Elias“, den Weihnachtsoratorien von Bach, Herzogenberg und Saint-Saëns sowie den Requien von Brahms, Duruflé, Fauré, Mozart und Verdi eingeladen.

Neben seinen Aktivitäten für die Opernakademie sind für 2022 seine Einladung als Gastdirigent beim German-American-Community Choir Frankfurt für ein Elton-John-Chorprojekt sowie die künstlerische Leitung des Musikfestes KlangKirche ’22 hervorzuheben, in dessen Rahmen er anlässlich des 175. Todesjahres von Felix Mendelssohn Bartholdy dessen Lobgesang-Sinfonie dirigieren wird.

Foto: Anna Meuer

Birgmeier, Elisabeth
Jahr
Vita

Die 1993 in München geborene Sopranistin Elisabeth Birgmeier, die 2020 für die Rolle der Adele in der „Fledermaus“ (die pandemiebedingt ausgefallen ist) als beste Sängerin ausgewählt worden war, konnte bereits im Kindesalter einige Bühnenerfahrungen sammeln. Früh wurde sie Mitglied im bayerischen Landesjugendchor und fand daraufhin 2012 Aufnahme in die bayerische Singakademie.

Von 2014 bis 2018 studierte sie klassischen Gesang Bachelor an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Regina Kabis-Elsner. Sie war bereits aktive Teilnehmerin an Meisterkursen bei Prof. Kai Wessel und Frau Prof. Edda Moser.
Im Sommerprojekt 17 der Opernschule Freiburg sang sie in der Rolle des „Taumanns“ in der Oper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck im kleinen Haus des Freiburger Stadttheaters. Die Rolle der „Königin der Nacht“ gab sie Juli 2017 in einer konzertanten Aufführung der „Zauberflöte“ von W. A. Mozart im Memento München. In der Kinderoper „Katze Ivanka“ von M. Matesic sang sie Cover und folglich als Einspringer die Rolle „Katze Ivanka“ und war damit im Festspielhaus Baden-Baden November 2017 zu hören. Im darauffolgenden Dezember war sie weibliche Hauptrolle der Konzerttournee „Weihnachtssingen Heilige Nacht“ in München und Umgebung und wurde 2018 erneut dafür engagiert. März 2018 stand sie außerdem im Theater Baden-Baden in der neukomponierten Kinderoper „Parsival“ als „kleine Kundry“ auf der Bühne. Ein halbszenisches Gastspiel dieses Projekts im großen Saal der Berliner Philharmonie wurde zuvor im Februar inszeniert und aufgeführt. In „Liebe und Eifersucht“ von E.T.A. Hoffmann war sie im Rahmen des Opernprojekts im Sommer 2018 der Musikhochschule als „Lisida“ im Theater Freiburg auf der Kammerbühne zu hören.

Außerdem absolvierte sie Ihren Bachelor Abschluss und sang daraufhin im Juli 2018 ihr erstes Solo-Konzert im Rahmen der Festspiele im Dom von St. Blasien. Das Jahr beendete sie danach konzertant im Dezember in der Sopranpartie des Psalm 42 „Wie der Hirsch schreit“ von Mendelssohn Bartholdy in der St. Lorenzkirche München.

Seit Oktober 2018 studierte sie im Master Opern- und Konzertgesang weiterhin an der Freiburger Musikhochschule bei Prof. Regina Kabis-Elsner und schloss diesen im Frühjahr 2021 mit Höchstpunktzahl ab.
Im Rahmen eines Erasmusprogramms studierte sie Februar bis Juli 2019 am „Conservatorio Benedetto Marcello“ in Venedig bei M° Luisa Giannini. In dieser Zeit nahm sie außerdem am „Concorso lirico internazionale Anita Cerquetti“ Opernwettbewerb teil und wurde dabei im Finale mit der „Sanremo Premio“ ausgezeichnet.

Als „Carolina“ aus „Il matrimonio segreto“ von D. Cimarosa konnte sie 2020 in der Opernschule der Musikhochschule Freiburg glänzen.

Gietl, Katrin
Stimmlage
Jahr
Vita

Die Sopranistin Katrin Gietl, die 2020 für die Rolle der „Rosalinde“ in der „Fledermaus“ (die pandemiebedingt ausgefallen ist) als beste Sängerin ausgewählt worden war, wurde in Wiesbaden geboren und ist in Mainz aufgewachsen.

Ihre ersten Gesangslehrer waren Zelma Kelly-Millard, Andrea Nanke-Hoffmann und Oliver May.

Von 2008 bis 2016 war Katrin Gietl Ensemblemitglied im „Jungen Staatsmusical“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Dort war sie bis zum Beginn ihres Studiums in Mannheim unter anderem an folgenden Produktionen beteiligt: „Der kleine Horrorladen“ (Crystal), „Bye Bye Birdie“ (Doris MacAffee), „Hair“ (Emmeretta), „The Full Monty – Ganz oder Gar nicht“ (Georgie Bukatinsky), „42nd Street“ (Maggie Jones), „Superhero“ (Renata Delpe). In der Spielzeit 2013/14 spielte sie außerdem in »Evita« (Regie: Pascale-Sabine Chevroton) eine Schwester Evitas im Großen Haus am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden.

In den Jahren 2017 und 2018 war Katrin Gietl Dozentin für Gesang bei StageCoach (Mainz).

Ihren Bachelor in klassischem Gesang (künstlerischer Schwerpunkt) schloss sie 2018 erfolgreich an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim bei Prof. Anna Maria Dur ab. Dort war sie unter anderem in der Produktion „La voix humaine“ von Francis Poulenc zu hören. Im Juli 2021 wird sie ihren Doppelmaster in den Hauptfächern Konzert/Lied und Oper beenden.

Ergänzend zum Studium sammelte Katrin Gietl in Meisterkursen bei Doris Soffel und Stefan Herheim inspirierende künstlerische Erfahrungen. 2021 übernimmt sie die Partie der Gräfin (Mozart: Figaro) im Meisterkurs mit Pavel Baleff (Chefdirigent der Philharmonie Baden-Baden).

Katrin Gietl ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Heidelberg (2019).

Im klassischen „Konzertfach“ war Katrin Gietl bereits in einigen großen Werken als Solistin zu hören, darunter: Bachs „Weihnachtsoratorium“, Haydns „Schöpfung“, Mozarts „Requiem“, Beethovens „Messe C-Dur“ und Colin Mawbys „Requiem of hope“. Im Frühjahr 2022 übernimmt sie als Gutenberg-Gesangsstipendiatin die Sopran-Partie in Bachs „Matthäus-Passion“.

Sie gastierte beim Musikfestival „Heidelberger Frühling“ (2019). Konzerte von überregionaler Bedeutung sang sie u.a. am Hohen Dom zu Mainz und in der kING (Ingelheim), wo sie regelmäßig zu Gast ist.

Foto: Copyright: Sven-Helge Czichy

Krieger, Caspar
Stimmlage
Jahr
Vita

Der junge Tenor Caspar Krieger (Jahrgang 1993), der 2020 für die Rolle des Gabriel von Eisenstein in der „Fledermaus“ (die pandemiebedingt ausgefallen ist) als bester Sänger ausgewählt worden war, erhielt seinen ersten Gesangsunterricht an der Berliner Chansonschule bei Arnold Krohne. Nach dem Abitur in Berlin nahm er ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Lübeck in der Klasse von Espen Fegran auf. Weitere Studien führten ihn an das Conservatorio di Musica Luigi Cherubini Florenz in die Klasse von Prof. Leonardo De Lisi. Seit Oktober 2020 studiert Caspar Krieger an der August Everding Theaterakademie in München.

An der Musikhochschule trat er regelmäßig in Konzerten und Hochschulproduktionen auf, so war er u.a. in der Rolle des Notars Dr. Falke in Johann Strauss‘ „Die Fledermaus“ und einem Pasticcio zu Goethes „Faust“ zu sehen. Auch neben dem Studium sammelte er bereits Bühnenerfahrungen in den Rollen des Monostatos und des Papagenos in Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ und bei der Lübecker Sommeroperette. In der Spielzeit 2018/19 gab er in der Rolle des Brühlmann in Massenets „Werther“ sein Debüt am Theater Lübeck. Im Sommer 2019 übernahm Caspar Krieger die Rolle des Monostatos in einer Festival Opernproduktion der „Zauberflöte“ beim Oper-Oder-Spree Musikfestival, sowie die Rolle des Wiegbold aus „ Störtebecker“ von Gabriele Pott beim „Kunst am Kai“ Festival Lübeck.

Caspar Krieger besuchte Meisterkurse bei Caroll Freeman, Jane Henschel, Carola Schlüter, Ton Koopmann und Robert Gambill.

Millard, Michael
Stimmlage
Vita

Michael Millard ist seit 34 Jahren Dirigent und Studienleiter am Staatstheater Mainz. In dieser Zeit hat er mit vielen renommierten Sänger, Regisseure und Dirigenten gearbeitet, und hat über 1000 Vorstellungen in allen Bereichen der Musikliteratur in Deutschland, Österreich, Luxembourg, England und in der Schweiz dirigiert.

In der Saison 2016/17 während eines Sabbatjahrs von Mainz dirigierte er fast 40 Vorstellungen an der Oper Bonn, darunter La Bohème, Die Zauberflöte, Lucia di Lammermoor, Don Giovanni, Anatevka und Evita. Für seine langjährige Leitung der Sinfonietta Mainz erhielt er 2016 die Rheingold Plakette in Silber vom Oberbürgermeister Ebling.

Die Sinfonietta Mainz hat er über 25 Jahre vom Kammerorchester mit 19 Mitgliedern zum Sinfonieorchester mit über 90 Musiker entwickelt. Das Orchester spielt ein breites Repertoire von Beethoven, Bruckner, Mahler und Tschaikowsky bis zu Symphonische Rock-Konzerte (z.B. auf dem Domplatz in Mainz).

Michael Millard dirigiert auch das Collegium Musicum Aschaffenburg seit 10 Jahren beim Champagner-Musicale Konzerte, und seit 2018 als Hauptdirigent, z. B. bei der Operngala mit Camilla Nylund und für das Projekt „Peter und der Wolf“, für über 3000 Kinder in 4 Aufführungen.

Seit 2019 hat Millard einen Lehrauftrag für Repetition an der Musikhochschule Mainz. Zu seinen außermusikalischen Erfahrungen zählen viele englische Sprachaufnahmen z.B. für das ZDF, für die Deutsche Bank und für das LBBW, und eine Ausbildung als systemischer Aufsteller und Familienaufsteller.

Michael Millard ist musikalischer Leiter der Opernakademie Bad Orb seit 1998, und seit 2014 auch künstlerischer Leiter.

Foto: Copyright Andreas Etter

Copyright: Vasilia Malteza
Stimmlage
Jahr
Vita

Die 1994 in Lettland geborene Mezzosopranistin Karina Repova, die 2020 für die Rolle des Prinzen Orlofsky in der „Fledermaus“ (die pandemiebedingt ausgefallen ist) als beste Sängerin ausgewählt worden war, wurde 1994 in Lettland geboren. Nach ihrer Gesangsausbildung bei Raphael Schwarzer nahm sie ein Jungstudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin auf. Ab April 2013 studierte Karina Repova Gesang/Musiktheater an der Universität der Künste, u.a. bei Prof. Albert Pesendorfer, wo sie im Herbst 2018 den Master Oper erlangte.

Als Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs 2014 der Kammeroper Schloss Rheinsberg debütierte sie im Rahmen des Festivalsommers als 3. Dame in Mozarts “Zauberflöte”. 2015 war Karina Repova als 3. Blumenmädchen in einer Kinderopernfassung von Wagners “Parsifal” im Rahmen der Bayreuther Festspiele engagiert. Im selben Jahr wurde sie mit dem Nachwuchspreis des VI. Internationalen Gesangswettbewerbs Grandi Voci in Salzburg ausgezeichnet.

Ihre Tätigkeit als Konzert- und Liedsängerin führte sie bereits zu zahlreichen – auch zeitgenössischen – Festivals, wie dem Mozartfest Würzburg, der Klangwerkstatt Berlin und den Zepernicker Randfestspielen, sowie regelmäßig an renommierte Häuser wie das Konzerthaus Berlin, die Deutsche Oper Berlin und die Berliner Philharmonie. Einen Höhepunkt bildete hierbei unter anderem die Uraufführung des Werks „Drei Gedichte nach Nelly Sachs“ des Komponisten Wolfgang Rihm, die sie gemeinsam mit dem Pianisten Prof. Axel Bauni 2016 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg darbot.

Im Sommer 2016 war Karina Repova beim anerkannten Festival „Rossini in Wildbad“ zweifach engagiert: Als Gualtiero in der Welterstaufführung der Oper „Il Conte di Marsico“ von G. Balducci, ebenso wie als Isolier in Rossinis „Le Comte Ory“. Für ihre Leistung wurde sie mit dem dortigen Internationalen BelCanto Preis ausgezeichnet.

2017 folgten Engagements an die Staatsoper Hamburg als 2. Dame in der Zauberflöten-Neufassung „Erzittre, feiger Bösewicht!“ von J. Harneit unter der Regie des Intendanten Georges Delnon und der musikalischen Leitung von Kent Nagano, die im Sommer 2018 auf Gastspiel ans Shanghai Grand Theatre ging. Daraufhin arbeitete sie im Rahmen eines Probencovers als 3. Blumenmädchen für die Neuproduktion „Parsifal“ mit dem Regisseur Achim Freyer zusammen. Nach ihrem Debüt als Knusperhexe in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ bei der Schlossoper Weikersheim unter der musikalischen Leitung von Patrick Lange kehrte Karina Repova für die Uraufführung von „Das Floß“ erneut an die Staatsoper Hamburg zurück.

Ihren Masterabschluss an der UdK Berlin absolvierte sie im Herbst 2018 als Concepcion in Ravels „L’heure espagnole“ in der Regie von Frank Hilbrich.

In den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 war Karina Repova Mitglied im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, wo sie unter anderem als Blumenfrau (Die Schneekönigin), Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Anna Kennedy (Maria Stuarda), Annina/Flora (La Traviata), Zelda (Der Geisterritter), La Chatte/L’Écureuil (L’enfant et les sortilèges) und Page (Salome) debütierte und an Meisterkursen mit Barbara Frittoli, Marius Vlad, Linda Watson und Thomas Allen teilnahm.

Darüber hinaus gastierte Karina Repova 2019 in dem Stück „Der Goldene Drache“ (P. Eötvös) an der Semperoper Dresden.

Seit der Spielzeit 2020/21 ist sie festes Mitglied im Ensemble des Theaters Magdeburg, wo sie in wichtigen Rollen ihres Stimmfachs debütiert (Stéphano, Mirabella, Maddalena, Hänsel u.a.).

www.karinarepova.com

Foto: Copyright: Vasilia Malteza