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Beethoven Denkmal in Bonn
Ludwig van Beethoven (* 16. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) war ein Komponist der Wiener Klassik. Er gilt heute als Wegbereiter der Romantik, wenn nicht sogar als erster Komponist der neuen Epoche, der die von der Klassik erlaubten Freiheiten ausschöpfte und sprengte.

Familie

Ludwig van Beethoven war der Sohn einer Musikerfamilie, deren Vorfahren (Bauern und Handwerker) aus Mecheln im flämischen Brabant kamen. Das "van" im Namen zeugt nicht von adliger Herkunft, sondern zeigt die örtliche Herkunft an (also "von den Rübenhöfen"). Beethovens Großvater, der gleichfalls Ludwig van Beethoven hieß, war kurkölnischer Kapellmeister in Bonn. 1740 wurde sein Sohn Johann geboren, der als Tenor in der Bonner Hofkapelle sang. Johann heiratete die aus Ehrenbreitstein stammende Maria Magdalena Keverich. Ihr erster Sohn kam in der Nacht vom 16. Dezember auf den 17. Dezember 1770 in der Bonngasse 20 zur Welt. Er wurde am 17. Dezember getauft und nach seinem Großvater Ludwig benannt.

Beethovens Vater war von dem jungen Wolfgang Amadeus Mozart beeindruckt, der schon mit 6 Jahren als Komponist auftrat. Mit dem Ziel, aus Ludwig ebenfalls ein solches Wunderkind zu machen, begann der Vater, ihn im Klavierspiel zu unterrichten. Die sehr strenge Haltung des Vaters behinderte jedoch die Entwicklung des Jungen, der manchmal mitten in der Nacht aus dem Bett geholt wurde, um Klavier zu üben. Das hatte zur Folge, dass Beethoven in der Schule oft müde war und an Konzentrationsmangel litt. Mit elf Jahren musste er auf Drängen seines Vaters schon die Schule verlassen.

Auch sonst war Beethovens Leben nicht leicht. Sein Vater war Alkoholiker, seine Mutter war sehr oft krank, und von seinen sechs Geschwistern überlebten nur zwei. Während Beethoven zu seinem Vater ein gespanntes und distanziertes Verhältnis hatte, liebte er seine Mutter sehr. Als er mit vermutlich fünf Jahren an einer Mittelohrentzündung erkrankte, bemerkten die Eltern dies nicht. Die Erkrankung konnte nie richtig verheilen, u.a. weil sie nie behandelt wurde. Dies könnte ein Grund für seine spätere Taubheit gewesen sein.

Kollegen von Beethovens Vater am Bonner Hof erkannten Ludwigs Begabung und sorgten dafür, dass der Vater sich schließlich entschloss, die weitere musikalische Ausbildung seines Sohnes in die Hände von anderen Musikern zu legen. Zu Beethovens bekanntesten Förderern und Lehrern in Bonn zählten in den nächsten Jahren Christian Gottlob Neefe (Klavier, Orgel und Komposition) und Franz Anton Ries (Violine). 1782 war es Neefe, der als erster Werke Ludwigs veröffentlichte - so die "Variations pour le Clavecin sur une Marche de Mr. Dressler". Im selben Jahr wurde Beethoven Neefes Vertreter als Hoforganist. Eine feste Anstellung als - bezahlter - Hoforganist erhielt er im Alter von 14 Jahren. Mit dem Grafen Waldstein wie mit der Familie Breuning erwarb er sich einflussreiche Gönner und Freunde. In der vorzüglichen Bonner Hofkapelle spielte er Bratsche, während er sich gleichzeitig im Klavierspiel immer weiter ausbildete. Auch als Komponist war er tätig, doch ist das meiste damals Entstandene ungedruckt geblieben.

Studum

Um seine Ausbildung fortzusetzen, reiste Ludwig van Beethoven 1787 nach Wien. In der Tasche hatte er ein Empfehlungsschreiben des in Bonn residierenden Kölner Kurfürsten Max Franz, jüngster Bruder von Kaiser Joseph II. Beethovens Ziel war es, bei Wolfgang Amadeus Mozart zu studieren. Viele Komponisten wie Joseph Haydn machten damals die Hauptstadt Österreichs zum musikalischen Zentrum Europas.

Aus dem Studium bei Mozart wurde nichts. Mozart war durch die Arbeit am Don Giovanni und wegen anderer Sorgen so sehr in Anspruch genommen, dass er sich um Beethovens Ausbildung nicht kümmerte. Dazu kam, dass Beethoven bereits zwei Wochen nach seiner Ankunft in Wien wieder die Heimreise antrat, weil seine Mutter schwer krank geworden war.

Kurz nach Beethovens Rückkehr nach Bonn starb seine Mutter.

Im Jahr 1789 begann Beethoven ein Studium an der Universität Bonn; schnell geriet er dort, insbesondere durch Eulogius Schneider, in Kontakt mit den Ideen der Französischen Revolution. Seine Begeisterung für die revolutionären Ideale spiegelt sich auch in seinen späteren Werken wider, welche von Freiheit und Menschlichkeit handeln, besonders in seiner einzigen Oper Fidelio.

1793 sagte er die Worte:"Wohl tun wo man kann; Freiheit über alles lieben; Wahrheit nie, auch sogar am Throne nicht verschweigen."

Mit 22 Jahren unternahm Ludwig van Beethoven eine zweite Studienreise nach Wien, von der er nicht wieder nach Bonn zurückkehrte. Sein Vater starb, und das Kurfürstentum fand 1794 durch die französische Invasion sein Ende, und somit auch Beethovens amtliche Stellung. Mozart war bereits gestorben, aber Joseph Haydn und Antonio Salieri nahmen Beethoven als Kompositionsschüler an, außerdem noch Schenk und Johann Georg Albrechtsberger. Empfehlungen und Talent verschafften ihm Zutritt zu den ersten Häusern Wiens; Baron van Swieten und die Fürstin Lichnowski wurden seine besonderen Gönner.

mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven

 
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