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Zur Vorgeschichte

Der Bauer Kruschina konnte einst dem reichen Tobias Micha eine Schuld nicht zurückzahlen. Statt dessen hat er seine einzige Tochter Marie einem Sohn des Micha vertraglich als Ehefrau versprochen. Micha hat zwei Söhne, Hans aus erster Ehe und Wenzel von seiner zweiten Frau Hata. Diese hatte Hans das Vaterhaus so verleidet, dass er in die Fremde zog. Nun arbeitet er seit einiger Zeit unerkannt als Landarbeiter im Dorfe Kruschinas und hat sich in Marie verliebt, die nichts von seiner Herkunft weiß. Beide wollen heiraten.

1.Akt
Ein Dorfplatz in Böhmen - man feiert Kirchweih. Nur Hans und Marie halten sich dem Trubel fern. Marie ist rraurig, weil sie heute auf Wunsch der Eltern mit Wenzel verlobt werden soll, den sie nicht kennt und auch niemals heiraten will. Marie und Hans versprechen sich ewige Treue.
Der geschwätzige Heiratsvermittler Kezal erscheint mit Kruschina und Ludmila, Maries Eltern. Er preist die Vorzüge des von ihm vermittelten Freiers Wenzel und erinnert Kruschina an sein, dem alten Micha gegebenes Versprechen, Marie dessen Sohn zur Frau zu geben. Die Eltern erklären sich mit dem begüterten Schwiegersohn einverstanden. Marie kommt herein und verweigert ihre Zustimmung - sie habe sich entschieden, sie liebe einen anderen. Kezal und ihre Eltern versuchen sie umzustimmen - da kommen die Dorfleute und eröffnen das Fest mit einer Polka.

2.Akt
Auf dem Dorfplatz tanzt die Jugend einen Furiant. Schüchtern kommt Wenzel herein und stottert sich ein Lied zusammen. Marie, die sich nicht zu erkennen gibt, weiß den schüchternen Wenzel für sich zu gewinnen. Sie warnt ihn vor der >>ungetreuen<< Marie, die ihm die Hölle auf Erden bereiten werde. Wenzel verliebt sich in die >>Unbekannte<< und gibt ihr das Wort, auf Marie zu verzichten. Als er die fremde Schöne umarmen will, lacht sie ihn aus und entwischt ihm. Er läuft ihr nach. Auch Kezal und Hans verhandeln miteinander. Kezal bietet Hans 300 Gulden, wenn er auf Marie verzichtet; Hans geht auf Kezals Vorschlag ein, allerdings unter der Bedingung, dass Marie nur den Sohn Michas heiraten dürfe. Der Vertrag wird sogleich von Kezal aufgesetzt und von Hans und den Zeugen aus dem Dorf unterzeichnet, die empört den Verkauf der eigenen Braut als Schande bezeichnen.

3.Akt
Wenzel ist aufs Höchste beunruhigt, als die Ankunft eines
Wanderzirkus ihn ablenkt.

Der Zirkusdirektor kündigt die Attraktionen seiner Truppe an und gibt einige Proben seiner Kunst zum Besten. Wenzel fängt sogleich Feuer, als er die schöne Tänzerin Esmeralda sieht. Er lässt sich von ihr überreden, am Abend ein Bärenfell überzuziehen und den betrunkenen Darsteller des Tanzbären bei der Vorstellung zu vertreten. Kezal erscheint mit Wenzels Eltern, um die Hochzeit unter Dach und Fach zu bringen. Aber Wenzel weigert sich und läuft davon, ehe noch Marie und ihre Eltern eintreffen.

Marie hat von dem »Geschäft« Kezals mit Hans erfahren und kann nicht glauben, dass Hans, ihr Geliebter, sie für 300 Gulden verkauft hat. Wenzels Rückkehr deckt dazu noch ihr Täuschungsmanöver ihm gegenüber auf. Schließlich ist sie sogar bereit, Wenzel zu heiraten, bittet jedoch um ein wenig Bedenkzeit. In bester Laune trifft Hans auf Marie, er will ihr alles erklären, sie aber lässt ihn vor Wut nicht zu Wort kommen.

In diesem Augenblick erscheinen Micha , und dessen Frau Häta, die in Hans sogleich den verschollen geglaubten Sohn erkennen.

Marie, die jetzt den schlauen Plan des Geliebten durchschaut, eilt glücklich in » seine Arme. Der geprellte Heiratsvermittler wird ausgelacht und fortgejagt. Ein wilder Bär erschreckt die Kinder, entpuppt sich aber als der schon für die abendliche Vorstellung verkleidete Wenzel. Nun gibt auch Vater Micha dem Liebespaar seinen Segen und jubelnd feiern die Anwesenden die Verlobung der »verkauften Braut«!

 
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