Gesamtleitung bis 2013 2017-03-29T20:29:35+00:00

Carlos Krause: Intendant und Regisseur (1990 bis 2013)

Carlos Krause 2004

Carlos Krause mit Horst Welter

Carlos Krause, Kammersänger am Opernhaus in Frankfurt am Main und auf vielen Bühnen der Welt zu Hause.
Ab 1990 bis 2013 leitete er die Opernakademie Bad Orb. Wenn andere in den Theaterferien Urlaub machen … dann widmet sich Carlos Krause dem Bühnennachwuchs. Carlos Krause war seit 1975 Solist an der Frankfurter Oper, wo er für seine Verdienste um dieses Haus 1993 zum Kammersänger ernannt wurde. Carlos Krause (die Familie des Vaters stammt aus Mexiko) sang in seiner Heimatstadt Hamburg zunächst im Alter von 19 Jahren im Chor der Hamburger Staatsoper. In Hamburg absolvierte er ein privates Gesangsstudium. Vier Jahre sang er im Bayreuther Festspielchor und ging dann als Solist nach Kaiserslautern, Detmold und Mainz, wo er in den Fächern seriöser Bass und Heldenbariton Partien wie Sarastro, Rocco, Basilio, Gremin oder Kurwenal, Amonasro und Pizarro sang. In den letzten Jahren spezialisierte er sich mehr auf komische Charakterrollen wie König Bobèche in Ritter Blaubart von Offenbach, Häuptling Abendwind (Titelrolle), den Doolittle in My Fair Lady oder den Frosch in Die Fledermaus. In seiner nunmehr achtundvierzigjährigen Bühnenlaufbahn sang er ungefähr 300 Partien in über 5000 Aufführungen. Er arbeitete mit vielen großen Regisseuren wie Felsenstein, Rennert, Schaaf, Dresen, Musbach oder auch Neuenfels und Berghaus zusammen und sang unter großen Dirigenten wie Keilberth, Knappertsbusch, Maazel, Patané, Harnoncourt, Dohnany und Gielen. Gastspiele führten ihn nach Wien, Barcelona, Belgrad, Edinburgh, Monte Carlo, Amsterdam, Zagreb und hauptsächlich an die Oper La Monnaie in Brüssel, wo er seit 1988 in verschiedenen Produktionen gastierte – unter anderen Ferne Klang, Simone Boccanegra, Stephan Climax, Gianni Schicchi und Die Meistersinger von Nürnberg. Wichtige Auslandsgastspiele waren 1996 und 1997 die Aufführungen von Der Kaiser von Atlantis von Victor Ullmann in Sarajewo und in Tel Aviv. Schwerpunkte in Deutschland waren die Opernhäuser in Hamburg, Stuttgart, Köln und Bonn.

Gastspiele führten ihn außerdem an fast alle Bühnen in Deutschland.
An der Frankfurter Oper – inzwischen als Gast – sang Carlos Krause in den Jahren 2001 und 2002 den Pistol in Falstaff (G.Verdi), den Geronte in „Manon Lescaut“ (Puccini) und im September 2003 sang er den Schigolch in „Lulu“ von Alban Berg unter der Leitung von Paolo Carignani.
Im Mai 2004 gastierte Carlos Krause in Peking.
An der Münchner Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin und in Toulon sang er den Geronte in „Madame Lescaut“ von Puccini.
Im Juni / Juli 2004 inszenierte er bei den Künzelsauer Burgfestspielen „Die Kinder aus Bullerbü“ von Astrid Lindgren.
2005 gastierte er an der Deutschen Oper Berlin in „Fanciulla del West“ von Puccini und in „Lulu“ von Alban Berg.