Inhalt:
Interessante Fotos und Informationen - Beide „Fidelio"-Aufführungen ausverkauft
BAD ORB (rpz). Zum 150-jährigen Heilbad-Bestehen 1987 hatte die Bad Orber Sommeroper ihre erste Premiere. Ins Leben gerufen wurden die ambitionierten Musiktheater-Tage allerdings schon im Jahr zuvor. Demnach kann die Akademie dieses Jahr bereits ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Und das natürlich wieder mit einer ganz besonderen Produktion: Die 20. Oper „Made in Bad Orb" ist „Fide-lio", die heute Abend Premiere hat. Diese ist ebenso wie die zweite Vorstellung am Sonntag inzwischen restlos ausverkauft.
Ein runder Geburtstag und damit ein willkommener Anlass, zurückzublicken. Und das tun GT-Mitarbeiterin Elsbeth Ziegler und der Bad Orber Polizeichef Eberhard Eisentraud. Beide sind begeisterte Fotografen und haben ihre Archive auf den Kopf gestellt und alles Mögliche gefunden, was die Opern begleitet hat - ob Schwarzweiß-Negative für die GT-Be-richterstattung, farbenfrohe Aufnahmen der einzelnen Produktionen oder Plakate, Zeitungsausschnitte, Programmhefte und Flyer. Daraus wurde dann die Retrospektive „1987 bis 2006 - Bad Orber Sommeropern von der Hochzeit des Figaro (1987) bis Eugen Onegin (2005)". Ehrensache, dass sich auch die eine oder andere private Aufnahme hineinverirrt hat, da die Ziegler-Söhne ebenfalls Opernluft geschnuppert haben und ab und an auch mitwirkten, ob im Chor, in der technischen Assistenz oder als Statisten. Bei den „offiziellen" Bildern gibt es dann auch ein Wiedersehen mit der berühmten Londoner Regisseurin Else May-er-Lismann und dem Bad Orber Musikdirektor Horst Welter, die mit der frenetisch gefeierten „Hochzeit des Figaro" die Opern aus der Taufe hoben. Ein Gastspiel als Regisseur gab auch Kämmersänger Heinz Hagenau. Seit vielen Jahren schon steht nun Carlos Krause an der Spitze und formt den Opernnachwuchs nachhaltig. Klar, dass gerade er immer wieder abgelichtet wurde und „in Action" zu sehen ist. Die Bühnenbildner, wie Gerald Flinner und nun schon seit langem Johannes Tittel, sind natürlich ebenfalls verewigt. Ein Wiedersehen gibt es auch mit den treuen Sängerinnen und Sänger der verschiedenen Opernchöre sowie mit Kindern und Jugendlichen, die oft für ein buntes Bild und belebte Volksszenen sorgen. Wie groß sie im Laufe der Jahre geworden sind, zeigt sich ebenfalls in den Bildern. Wie bei Jonas Scholz oder Percy, dem Sohn des musikalischen Leiters Michael Miliard. Bei „Hansel und Gretel" noch unter den Kindern, stehen die beiden bei „Fidelio" als junge Soldaten ihren Mann. Ebenfalls im Foyer der Konzerthalle zeigt Franz Heil Aufnahmen von Orber Opernproduktionen seit 2002. Die Ausstellungen wandern nach den beiden Aufführungen in die Lesehalle, wo sie ab 15. August zu sehen sind.
|