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Kammersänger und
Schmerzforscher werden Ehrenbürger
dll. BAD ORB. Mit ihrer höchsten Auszeichnung, der Ehrenbürgerschaft, hat die Kurstadt Bad Orb in einem Festakt ihre Verbundenheit mit dem Kammersänger Carlos Krause und dem Medizinprofessor Dr. Wolfgang Larbig gewürdigt. Larbig trage als anerkannter und innovativ arbeitender Wissenschaftler den Namen seiner' Heimatstadt Bad Orb in die Welt, Krause habe der Stadt mit der Opernakademie eine kulturelle Einrichtung gegeben, die Bad Orb weit über viele vergleichbare Städte und insbesondere Kurstädte hinaus profiliere, hob Bürgermeister Wolfgang Storck (CDU) in seiner Laudatio hervor.
Der in Hamburg geborene Frankfurter Kammersänger, Jahrgang 1936, der gut 300 Partien vom Helden bis zur komödiantischen Charakterrolle in mehr als 5000 Bühnenaufführungen unter den bedeutendsten Dirigenten und Regisseuren in aller Welt gesungen hat, sei für Frankfurt ein geehrter Meistersinger im besten Sinn, für Bad Orb ein Glücksfall und eine Institution, sagte Storck. Zum 17. Male wird Krause, der 199Ö mit dem „Barbier von Sevilla" in Bad Orb antrat, in diesem Sommer in der Kurstadt inszenieren, die zu seiner Wahlheimat geworden ist. Mit Ludwig van Beethovens Freiheitsoper „Fi-delio" bietet er als Akademieleiter und künstlerischer Chef jungen Künstlern wie in all den Jahren zuvor eine begehrte Auf-
trittschance, ihr Talent vor großem Publikum auf der Bühne zu entfalten, oft zum ersten Male. Für manchen Nachwuchskünstler ist die Opernakademie dank Krause zum beruflichen Sprungbrett geworden. Krause habe die Opernakademie zu einem Standortfaktor ersten Ranges für die Kurstadt gemacht. Orb werde Jahr für Jahr fünf Wochen lang zu einer Opernstadt, die das Publikum, Fernseh-, Radio-und Zeitungsjournalisten aus ganz Deutschland anziehe, erklärte Storck.
Wolfgang Larbig, 1941 in Fulda geboren, zog als Sechsjähriger mit seiner Familie nach Bad Orb, wo der Vater als Chirurg die Leitung des Krankenhauses übernahm. Der Stadt und dem Elternhaus blieb er stets verbunden, als ihn der Beruf des Mediziners an bedeutende Universitäten führte, wo er sich durch herausragende Forschungsarbeit auszeichnete, deren Ergebnisse heute in der Praxis international Standard und auch für die Therapien an Orber Kliniken, so die Küppelsmühle, bedeutend sind. Larbigs Ruf gründet sich vor allem auf wissenschaftliche wie praktische Arbeit in der Schmerzforschung, wobei er sich im besonderen dem Zusammenhang von Körper und Geist, Psyche und Schmerzen widme, sagte Storck. Das Institut an der Tübinger Eberhard-Karls-Uni-versität, an dem er nun seit vielen Jahren wirke, sei durch ihn zu einem international anerkannten Zentrum auf diesem Gebiet geworden.
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